Basenfasten
In regelmäßigen Abständen findet in der Praxis für Naturheilverfahren gemeinsames Basenfasten statt. Auch spezielle Informationsabende über basenüberschüssige Ernährung ,inkl. Verkostung, stehen auf dem Programm.

In regelmäßigen Abständen findet in der Praxis für Naturheilverfahren gemeinsames Basenfasten statt. Auch spezielle Informationsabende über basenüberschüssige Ernährung ,inkl. Verkostung, stehen auf dem Programm. Gerne halte ich auch in ihrem Betrieb im Zuge der Gesundheitsprävention einen Vortrag über den Säure – Basenhaushalt mit dem Thema „Bist du jetzt sauer“?

Wir Menschen sind von der Natur als perfekte Lebewesen geschaffen. Mit unserer Fähigkeit zur ständigen Regeneration könnten wir 120 Jahre und älter werden. Aber viel interessanter als das theoretisch zu erreichende Alter ist der praktische Weg dorthin. Die Frage ist:

Wie bleibe ich schön und gesund?

Das ist einfacher, als viele Menschen wissen oder glauben. Im Grunde genommen sind die von uns allen gewünschte Schönheit und Gesundheit mit der Beachtung von Drei Leitsätzen möglich, die Dr. h. c. Peter Jentschura in seinen Bestsellern der Gesundheitsliteratur „Gesundheit durch Entschlackung“ und „zivilisatoselos“ formuliert hat. Diese Drei Leitsätze der Schönheit und Gesundheit lauten:

  1. Meide Schädliches!
  2. Iss, trink, tue Nützliches!
  3. Scheide Schädliches aus!

Wir Menschen unterliegen den Naturgesetzen. Über Jahrmillionen haben wir uns der Natur folgend entwickelt und uns an sie angepasst. Die lebendige Natur lieferte uns im Überfluss alle Nährstoffe, die wir für unsere Gesundheit brauchten. Schädliches gab es kaum, und die wenigen Schadstoffe, die in den Körper gelangten, konnten ohne Probleme wieder ausgeschieden werden. Wir konnten gar nicht anders, als nach den Drei Leitsätzen der Schönheit und Gesundheit zu leben.

Schönheit und Gesundheit sind basisch!

Im Mittelpunkt unseres Stoffwechsels steht unser Blut. Als eine seiner wichtigsten Funktionen verbindet es die bis zu 100 Billionen Zellen in unserem Körper zu einer Einheit. Permanent werden über das Blut alle Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Kontinuierlich muss mit Hilfe des Blutes der gesamte Organismus von Kohlen- und Harnsäure und von anderen, meistens sauren, Stoffwechselendprodukten befreit werden. Einzig in dem basischen, sehr engen pH-Bereich von 7,35 bis 7,45 kann das Blut optimal fließen, die Billionen von Zellen ernähren, den Organismus sauber halten und helfen, seine weiteren lebenswichtigen Funktionen zu erfüllen.

Ein stärkeres Absinken des Blut-pH-Wertes führt letztendlich zum Aderverschluss mit den möglichen Folgen von Herzinfarkt und Schlaganfall. Eines der obersten Prinzipien des Stoffwechsels ist es deshalb, den pHWert des Blutes unter allen Umständen stabil zu halten.

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist aber nicht nur die Basis für die Funktionsfähigkeit des Blutes, sondern für alle Stoffwechselvorgänge und Funktionen im Körper, denn z.B. Hormone, Enzyme und unser Immunsystem können in einem zu sauren Milieu nicht funktionieren.

Was greift unsere Schönheit und Gesundheit an?

Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten haben wir uns dank oder „fluch“ der modernen Technik und des vermeintlichen Fortschritts drastisch von der Natur entfernt. Unsere ursprünglich basenüberschüssigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten haben sich in säureüberschüssige umgekehrt. Es fallen übermäßig viele Säuren und Gifte an, denn heute verzehren wir z.B. zuviel tierisches Eiweiß, zu viele verarbeitete Fette, zu viele Fertigprodukte mit Zusatzstoffen, zuviel Salz und Zucker, zu viele Weißmehlprodukte usw. Zudem bewegen wir uns im Vergleich zu früher viel weniger, oder wir betreiben extremen Sport. Beides übersäuert den Organismus. Viele Menschen leiden unter beruf lichem und privatem Dauerstress. Auch die Umweltbelastungen nehmen zu. Die Übersicht auf Seite 3 zeigt einige typische säureüberschüssige, vitalstoffverzehrende Nahrungs- und Genussmittel sowie kraftraubende Lebensgewohnheiten.

Basisch ausgleichende Vitalstoffe in Form von natürlichen Mineralstoffen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen, pflanzlichen Enzymen usw. sind in den verarbeiteten, konzentrierten Nahrungsmitteln kaum noch vorhanden, sondern nur noch Unmengen an „leeren“ Kalorien.

Auf Dauer sind unsere Puffersysteme1 und Ausscheidungsorgane mit der Flut von Säuren und Giften überfordert. Unser Organismus hat über Jahrmillionen verschiedene Puffersysteme entwickelt, um z.B. den lebensentscheidenden basischen pH-Wert des Blutes aufrecht erhalten zu können. Zudem verfügt unser Organismus über verschiedene Ausscheidungsorgane wie Nieren, Darm und Lunge sowie die Haut und die Schleimhäute, worüber Säuren und Gifte bis zu einem gewissen Maße ausgeschieden werden können.2 Aber die vorhandenen Kapazitäten reichen bei der heutigen Belastung oft nicht aus, so dass sich saure Schadstoffe im Körper ansammeln.

Der Teufelskreis der Übersäuerung

Bei zunehmender Übersäuerung des Blutes werden die Roten Blutkörperchen immer steifer und verklumpen bis zur sogenannten Geldrollenbildung. Das Blut wird in seiner Viskosität dickflüssig und fließt träger. Nicht nur die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen verschlechtert sich dadurch, sondern auch der Abtransport und die Ausscheidung von Kohlensäure, von anderen sauren Stoffwechselendprodukten und weiteren Schadstoffen werden behindert.

Immer mehr Säuren und Gifte stauen sich im Organismus, und es beginnt ein Teufelskreis. Der Säure-Basen-Haushalt droht zunehmend aus dem Gleichgewicht zu geraten. Schreitet der Weg der säureüberschüssigen Ernährungs- und Lebensweise weiter voran und sind unsere Puffersysteme und Ausscheidungsorgane dauerhaft überlastet, kommt es immer häufiger zur latenten Azidose (Übersäuerung). Diese ist in der heutigen modernen Zivilisationsgesellschaft weit verbreitet und sollte als Ursache der Zivilisationskrankheiten ernstgenommen werden.

Zunächst stellen sich bei dieser leichten Übersäuerung unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen und Migräne, ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, häufige Infekte, Hautprobleme o.ä. ein. Da man sich jedoch nicht richtig krank fühlt, werden diese Probleme meistens nicht ernst genommen. Die Übersäuerung als Ursache wird mit den Symptomen nicht in Verbindung gebracht.

Wird eine säureüberschüssige Ernährungsund Lebensweise über Monate und Jahre beibehalten, und sind unsere Puffersysteme und Ausscheidungsorgane ständig überfordert, so wird aus der latenten eine chronische Azidose. Diese Übersäuerung darf sich jedoch nicht auf den pH-Wert des Blutes auswirken. Die anfallenden Säuren und Gifte müssen verstoffwechselt werden, woraus sich die sogenannten Zivilisationskrankheiten entwickeln.

1.Strukturschäden

a) Verätzungen

Sind unsere Puffersysteme und auch unsere Ausscheidungsorgane dauerhaft überlastet, dann verätzt ein Übermaß an Säuren und Giften unsere Zellen, Gewebe und Organe, unsere Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen. Die zu beobachtenden Verätzungen sind oft begleitet von entzündlichen Prozessen, z.B. entlang des Verdauungstraktes mit Mandelentzündung, Magenschleimhautentzündung und Diabetes oder im Bewegungsapparat in Form von Muskelschmerzen, Sehnen-, Sehnenscheiden- und Gelenkentzündungen. Oder die Säuren und Gifte verätzen unsere Nerven und unser Gehirn. Schlimmstenfalls sinkt der pH-Wert des Blutes mit den Folgen von Aderverschluss, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

b) Entmineralisierungen

Um nicht von den Säuren und Giften verätzt zu werden, neutralisiert unser Organismus diese mit Hilfe von basenbildenden Vitalstoffen. Bei einem Übermaß an sauren Schadstoffen und aufgrund des gleichzeitigen Vitalstoffmangels in der heutigen Nahrung ist unser Organismus jedoch gezwungen, seine eigenen Mineralstoffdepots anzugreifen bzw. diese zu Hilfe zu nehmen.

Der Organismus mobilisiert deshalb Mineralstoffe aus Haut, Haaren, Nägeln, Zähnen, Gelenken und Knochen, um Säuren und Gifte zu neutralisieren. Deshalb kommt es z.B. zu Haarverlust, Karies, Osteoporose, Bandscheibenleiden u.v.m.

Haarverlust – sauer verursacht

Der Haarboden ist als schnell verfügbares Depot basenbildender Mineralstoffe zu verstehen. Bei extremer oder auch dauerhafter Übersäuerung und Vergiftung schiebt der Organismus bei vielen Menschen die aggressiven Schadstoffe zur Neutralisierung in den Haarboden, welcher dann juckt und brennt und sich häufig entzündet. Oder aber der Organismus entzieht dem Haarboden die Vitalstoffe zur Aufrechterhaltung seiner Säure-Basen-Balance. In beiden Fällen kommt es zu einer dünnen „verhungerten“ Kopfhaut, zu frühzeitigem Ergrauen und ggf. zu Haarausfall. Der Haarboden ist als ein Organ in unserem Säure-Basen- Haushalt zu verstehen.

2.Ausscheidungen

Bei der Neutralisierung von Säuren und Giften mit Hilfe von Mineralstoffen entstehen neutrale Salze. Unsere Ausscheidungsorgane Nieren, Darm und Lunge können jedoch weder beliebig große Mengen an Säuren und Giften noch an gebildeten Neutralsalzen ausscheiden. Jedes dieser Organe hat eine ganz bestimmte Ausscheidungsfunktion und auch -kapazität. Werden diese überlastet bzw. überschritten, so kommt es zur Verätzung, Vergiftung, Versalzung und Verschlackung dieser Organe.

Pilze

Das aufgrund der Ausscheidungen saure oder sogar giftige Milieu der Haut und der Schleimhäute schafft ideale Bedingungen für die Ansiedlung von vielen Haut- und Nagelpilzen. Verpilzungen sind Folgen und Symptome für einen übersäuerten und vergifteten Organismus. In der Naturheilkunde gelten Pilze als „Säure- und Giftfresser”. Sie verschwinden nur dauerhaft, wenn das saure Milieu der Haut, ihr idealer Nährboden, über einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt saniert worden ist.

3.Ablagerungen – Schlacken

Ein Übermaß an Säuren und Giften, das nicht über Nieren, Darm, Lunge und auch nicht über Haut und Schleimhäute ausgeschieden werden kann, neutralisiert unser Organismus mit Mineralstoffen zu neutralen Salzen. Da er auch diese nur begrenzt ausscheiden kann, muss er sie, meist gebunden an Wasser und/oder Fett, als Schlacken ablagern.

So bilden sich bei vielen Frauen die ersten Schlackenablagerungen z.B. in Form von Cellulite an Oberschenkeln, Po und Hüften. Bei Männern zeigt sich diese Verschlackung als sog. „Bierbauch“ in den unterschiedlichsten Ausprägungen und Formen. Figurprobleme sind neben der Speicherung von Fett in erster Linie die Ablagerung neutralisierter Säuren und Gifte.

Figurprobleme sind Verschlackungen!

Bei der fortschreitenden Verschlackung „Gicht” handelt es sich z.B. um die Ablagerung von harnsaurem Kalzium nach jahrelangem reichlichem Verzehr von tierischem Eiweiß bzw. purinhaltigen* Lebensmitteln.

* Purine sind z.B. in Fleisch, besonders in Innereien und Wurstwaren, in Fisch, aber auch in Bier und Hülsenfrüchten enthalten. Weitere Ablagerungen können sich als Rheuma, als Gallen-, Nieren- und Blasensteine, als Lipome, Fibrome o.ä. manifestieren.

Die Haut ist ein Ausscheidungsorgan – Viele Hautprobleme sind Ausscheidungsprobleme!

Sind die Ausscheidungskapazitäten von Nieren, Darm und Lunge erschöpft, so wird die Haut als Ausscheidungsorgan immer aktiver. Bei einem Übermaß an Säuren und Giften kommt es je nach Veranlagung und je nach Konzentration und Aggressivität der Säuren und Gifte zu unterschiedlichen Hautproblemen. Die drei Mechanismen der Haut, Säuren und Gifte auszuscheiden

  • Zum einen können über die Schweißdrüsen sehr viele Säuren ausgeschieden werden. An den Handinnenflächen und an den Fußsohlen, in den Kniekehlen und den Armbeugen, in den Achselhöhlen und am Kopf hat die Haut bis zu 200 Schweißdrüsen pro cm2. An diesen Stellen kann es zu vermehrtem und auch zu unangenehm riechendem Schwitzen oder zu verschiedenen allergischen Hautreaktionen kommen. Wird wie bei einer Gürtelrose eine Bläschenbildung sichtbar, so befinden sich in den Bläschen die auszuscheidenden Schadstoffe. Generell können Ausscheidungen so ätzend werden, dass sie die Haut angreifen und es z.B. zu Neurodermitis oder auch zu einem Offenen Bein kommt.
  • Über die Talgdrüsen scheidet der Körper verstärkt Gifte aus. Jedes Haar besitzt eine Talgdrüse. Diese befinden sich am ganzen Körper. So haben wir für diesen Mechanismus der Ausscheidung einige hunderttausend Talgdrüsen zur Verfügung. Ständig fettige Haare können ein erstes Symptom von Übersäuerung und Vergiftung sein. Es kommt zu Pickeln bis hin zu Akne. Wenn sich die Ausscheidungen zurückstauen, sei es gewollt, weil man versucht, sie zu unterdrücken, oder ungewollt, können Ekzeme, Furunkel, Abzesse usw. entstehen.
  • Eine dritte Möglichkeit, Schadstoffe auszuscheiden, besteht in einer beschleunigten Teilung der Hautzellen. Diese teilen sich, werden mit Schadstoffen gefüllt und sterben ab. Das führt zu vermehrten Schuppen auf der Kopfhaut, zu Schuppenflechte, die den gesamten Körper befallen kann oder zu extremer Hornhautbildung! Bewegungsmangel, schlechte Durchblutung und niedrige Körpertemperaturen begünstigen die Ablagerung von Schlacken.

Sie erfolgen zunächst im Fettgewebe, dann im Bindegewebe und in der Muskulatur. Sind diese „Deponien” gefüllt, kommt es zu weiteren Ablagerungen in den Gelenken, den Aderwänden und den Nieren, in der Harn- und Gallenblase, später auch in Organen und schließlich im Gehirn und im Herzen.

Weil in Händen und Füßen, an den Knien und Knöcheln niedrigere Temperaturen herrschen als in der Körpermitte und die Durchblutung in diesen herzfernen Regionen langsamer ist, lagern sich Schlacken zuerst an diesen peripheren Stellen ab. Durch Verspannungen im Nacken und Schulterbereich kommt es auch dort zu einer schlechteren Durchblutung und zu Ablagerungen. Eine Übersäuerung kann sich auf verschiedene Arten zeigen. Beobachten Sie sich selbst.

Was ist Schönheit?
Was ist Gesundheit?

Gesundheit des Körpers bedeutet Säure-, Gift- und Schlackenfreiheit der Zellen, Gewebe und Organe bei gleichzeitig gut gefüllten Mineral- und Vitalstoffdepots.
Bleiben diese Depots möglichst lange unangetastet, ist das die beste Voraussetzung, lange gesund und schön zu bleiben. Verfügen alle Zellen, Gewebe und Organe über ein ausreichendes Mineral- und Vitalstoffpotential, sind sie in der Lage, sich kontinuierlich zu regenerieren und schädliche Substanzen zu neutralisieren und auszuscheiden.

Quelle: Dr. h. c. Peter Jentschura